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Goch

Goch ist eine an der Niers gelegene Stadt im Kreis Kleve mit rund 34000 Einwohnern. Wahrzeichen der Stadt ist das Steintor als Rest der Befestigungsanlage.

Goch, dessen heutiges etwa 115 km² großes Stadtgebiet im Jahre 1969 durch den Zusammenschluss mit umliegenden kleineren Ortschaften entstand, erstreckt sich südlich des Reichswaldes im Bereich der Niersniederung. Das Stadtgebiet grenzt im Westen an die Niederlande.

Erwähnt wurde die Stadt, die im Herrschaftsbereich der Grafen von Geldern lag, erstmalig in der Mitte des 13. Jahrhunderts. An die Zugehörigkeit zu Geldern erinnert auch heute noch das Stadtwappen, das den Geldernsche Löwe und die Geldernsche Rose führt.

Zunächst führte die Wollproduktion zu einem Aufschwung, später aber kam mit dem wirtschaftliche Niedergang der Wollindustrie auch der Niedergang der Stadt. 1473 fiel Goch an die Grafen von Kleve und gelangte nach unruhigen Zeiten mit niederländischer, spanischer und französischer Besatzung schließlich in preußischen Besitz.

Goch, Susmühle

Susmühle

Goch wurde in der Endphase des Zweiten Weltkriegs noch stark zerstört. Es gelang aber, beim Wiederaufbau des Zentrums ein Teil seines historischen Stadtbildes zu bewahren. So konnte Goch den Charme einer niederrheinischen Kleinstadt erhalten.

Unweit des Marktes befindet sich das Haus zu den fünf Ringen. Das beeindruckende Backsteingebäude im spätgotischen Stil stellt ein Patrizierhaus aus dem 16. Jahrhundert dar, welches trotz starker Kriegsschäden erhalten und saniert werden konnte. Zu den Wahrzeichen der Stadt gehört auch die Susmühle, eine mit dem Wasser der Niers betriebene ehemalige Mühle.

Goch, Haus zu den fünf Ringen

Haus zu den fünf Ringen

Von der ehemaligen Stadtbefestigung ist nur eines der vier Stadttore erhalten geblieben. Das Steintor, das sich am nordöstlichen Ende der Gocher Innenstadt befindet, diente lange Zeit als Gefängnis. Heute ist hier ein kleines Museum untergebracht.

Goch, Steintor

Steintor

Seit 2005 hat Goch offiziell den Status eines Wallfahrtsortes. Grund war die Heiligsprechung von Pater Arnold Janssen, der aus Goch stammte. Seine Taufkirche, die Kirche Sankt Maria Magdalena, erlangte am 24. Mai 1993 Aufsehen, als ihr Kirchturm einstürzte.

Das kann man in Goch ansehen oder besuchen:
  • Kirche Sankt Maria Magdalena (spätgotisches Kirchenschiff, moderner Turm)
  • Steintor (ehemaliges Stadttor)
  • Haus zu den fünf Ringen (Patrizierhaus aus dem 16. Jahrhundert)
  • Susmühle (ehemalige Wassermühle an der Niers)

Umland

Das Stadtgebiet von Goch ist im Süden und Westen geprägt durch die Niers, die hier in einer weiten Ebene die niederrheinische Landschaft durchfließt. Der Norden des Stadtgebietes umfasst einen Teil des Reichswaldes. Hier finden sich großflächige, zusammenhängende Waldareale. Im Nordosten erstreckt sich die Gocher Heide, eine landwirtschaftlich intensiv genutzte Fläche.

Goch, Niers

Weg an der Niers bei Goch

Externe Links

www.goch.de (Offizieler Internetauftritt der Stadt Goch)